Werkzeugkiste
Die Werkzeugkiste meiner Lehrjahre als Maurer steht heute als Metapher für meine Expertise in allen Bereichen des Bauens im Bestand. Im Lauf der Zeit hat sie sich gefüllt mit Know-how aus Architektur, Projektentwicklung, Denkmalpflege, Lehre und Forschung.
Sie steht für das Können im respektvollen Umgang mit bestehenden Bauten, für das Erkennen ihrer baukulturellen Qualitäten und für ihre Weiterentwicklung unter heutigen Bedürfnissen. Sie umfasst alle Phasen der Planung und alle Massstabsebenen – vom konstruktiven Detail bis zur Raumplanung – sowie Sattelfestigkeit in Verfahrens- und Rechtsfragen. Meine Werkzeuge erlauben es, Chancen zu eröffnen und Risiken kalkulierbar zu machen.

Denkmalpflege
Als Denkmalpfleger setze ich mich für den Erhalt und den respektvollen Umgang mit Bauten aus früheren Epochen ein. Ortsbilder und Denkmäler sind materielle Zeugnisse der Vergangenheit und Träger kollektiver Erinnerung. Zugleich bilden zirkuläre Prinzipien wie Reparatur sowie Weiter- oder Wiederverwendung die Grundpfeiler ökologischer Nachhaltigkeit: So verkörpert die Denkmalpflege sinnbildlich den Inhalt meiner Werkzeugkiste.

Architektur
Als Architekt begleitete ich Bauprojekte von der ersten Idee bis zum fertigen Bauwerk. Hauptsächlich beschäftigte ich mich mit Vorhaben im baulichen Bestand. Das Wichtigste in der Architektur sind die Wahl und die Angemessenheit der eingesetzten Mittel. Und Sorgfalt in der Umsetzung. Die Architektur ist sprichwörtlich «Hammer und Kelle» meiner Werkzeugkiste.

Projektentwicklung
In der Projektentwicklung verfolge ich eine empirische, iterative Vorgehensweise – so, wie ich sie mit der «Architektur als Methode» erlernte. Planungsprozesse sind (auch) Aushandlungsprozesse. Sie gelingen dann, wenn alle Akteurinnen und Akteure ernsthaft einbezogen werden. Dieses Know-how wurde im Lauf der Zeit zu einem wichtigen Werkzeug.

Lehre und Forschung
Als Hochschuldozent und Forscher untersuchte ich architektonische Phänomene und versuchte sie zu erklären. Mein Augenmerk lag auf der Wechselwirkung zwischen Materialien und Technologien, sowie der Gebrauchstauglichkeit und der Wirkung in der Architektur. Der analytische und der erklärende Zugang zur Architektur ist noch heute ein für mich unverzichtbares Werkzeug.

Publikationen
In meinen Publikationen untersuche ich architektonische Phänomene mit den Mitteln der Sprache und des analytischen Denkens – oft in Zusammenhang mit meiner Lehr- und Forschungstätigkeit.
Das Reden über Architektur, über Denkmalpflege und über das Bauen im Bestand ist für meine heutige Beratungstätigkeit zum Hauptwerkzeug geworden.
Fotos: Reto Gadola und andere








