Über mich

Bauen im Bestand erfordert Können.

Ich verfüge über langjährige Erfahrung im Planen und Bauen auf allen Massstabsebenen – vom architektonischen Objekt über städtebauliche Aufgaben bis hin zu raumplanerischen Fragestellungen.​

Als Architekt realisierte ich zahlreiche Bauprojekte von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe. In der Projektentwicklung begleitete ich Immobilien- und Infrastrukturprojekte auf ehemaligen Industriearealen.​

Als Denkmalpfleger ermögliche ich den Erhalt historisch bedeutender Bauten und Anlagen – und deren Weiterentwicklung für heutige Bedürfnisse. Massstäbe und Formalitäten sind lediglich Facetten derselben Fragestellung: Der 1:1-Massstab einer Nietverbindung oder der raumplanerische 1:100’000 sind ebenso entscheidend wie Verfahrens- und Rechtsfragen.

Ich verfasste Gutachten zu Fragen des Heimatschutzes, lehrte und forschte an renommierten Hochschulen und veröffentlichte Buchpublikationen und Aufsätze zu architektonischen Themen. Ursprünglich lernte ich das Handwerk des Maurers.

Im Zürcher Oberland in einer Baumeisterfamilie aufgewachsen, absolvierte ich eine Berufslehre als Maurer. Nach der Matura auf dem zweiten Bildungsweg studierte ich Architektur an der EPF Lausanne. 1993 diplomierte ich als Jahrgangsbester und wurde mit dem SIA-Preis ausgezeichnet. Prägend waren Frédéric Aubry und die architecture vernaculaire, die Architekturtheoretiker und Entwerfer Martin Steinmann und Bernard Huet, der charismatische Erneuerer Luigi Snozzi und der Architekturhistoriker Jacques Gubler. Meine architektonischen Lehrjahre führten mich nach Biel/Bienne.​

Von 1996 bis 2016 führte ich ein Architekturbüro in Zürich und realisierte zahlreiche kleinere und mittlere Projekte, vorwiegend im Umbaubereich. Viele Wettbewerbsentwürfe wurden preisgekrönt. 

Von 2016 bis 2020 entwickelte ich bei denkstatt sàrl und baubüro in situ, Basel und Zürich, Umnutzungs- und Transformationsprojekte ehemaliger Industrieareale.​

Parallel zur architektonischen Praxis lehrte und forschte ich an der EPF Lausanne bei Martin Steinmann (1994 bis 1998), an der ETH Zürich bei Arthur Rüegg (2001 bis 2007) und am Institut Architektur der Fachhochschule Nordwestschweiz als Dozent (2008 bis 2013).

Daraus entstanden verschiedene Buchpublikationen und Aufsätze  zu architektonischen Fragestellungen.

Die fortwährende Beschäftigung mit der Geschichte und der Theorie der Architektur führte mich 2013–2016 zur Denkmalpflege des Kantons Zürich als Gebietsdenkmalpfleger im Zürcher Oberland. 

Von 2019 bis 2023 beurteilte ich als Mitglied der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission ENHK Bauvorhaben in Landschaften, Ortsbildern und bei historischen Verkehrswegen nationaler Bedeutung. 

2021 vertiefte ich mit einem CAS in Recht der Denkmalpflege und des Heimatschutzes an der ZHAW meine Kompetenzen in diesem rechtlichen Spezialgebiet.

Seit 2022 berate ich die Deutsche Bahn als Fachbeirat des Hamburger Eisenbahnbrückengipfels, um die Planungssicherheit ihrer Brückenprojekte zu erhöhen.

Seit 2020 leite ich die Planungs- und Bauberatung der SBB Fachstelle Denkmalpflege und unterstütze schweizweit alle Divisionen bei der sachgrechten Berücksichtigung von Schutzinteressen. 

Auf Mandatsbasis stelle ich seit 2020 meine Expertise als Architekt, Denkmalpfleger und Projektentwickler zur Verfügung – mit Fokus auf Bauen im Bestand. 

Seit 2013 leite ich im Auftrag der Denkmalpflege des Kantons Zürich die ökologische Sanierung von zwölf historischen Kleinwasserkraftwerken am Aabach

Die gesellschaftliche Bedeutung einer qualitätsvollen Umwelt prägt meine ausserberuflichen Engagements. Besonders hervorzuheben sind das SWB Experimenthaus Neubühl und das gerettete Kongresshaus Zürich.​

Bei folgenden Verbänden und Organisationen bin ich Mitglied:

  • SIA – Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein
  • SWB – Schweizerischer Werkbund
  • AKD – Arbeitskreis Denkmalpflege
  • SHS – Schweizer Heimatschutz

Meine Frau und meine beiden erwachsenen Töchter bilden das familiäre Fundament meiner Arbeit. Im Wasser und an Land, in der Stadt, in der Küche und in den vielfältigen Formen der Kunst finde ich Ausgleich und Energie für mein körperliches und geistiges Wohlbefinden.

Seit dem Wegfall der architektonischen Entwurfstätigkeit ist die Fotografie mein künstlerisches Ausdrucksmittel. Beeinflusst von der amerikanischen New-Topographics-Bewegung und ihren deutschen Ablegern, erkunde ich das Terrain im Austausch mit zeitgenössischen Fotografen, Künstlerinnen und Aficionados.​

Fotos: Reto Gadola und andere

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ATELIER RETO GADOLA
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